Das Ziel definieren
Freigegebene Farb- und Oberflächenreferenz, Musterformat und Verwendungszweck bestätigen.

Verlässliche Farbmusterprogramme beginnen mit einem klaren Ziel, geeigneten Betrachtungsbedingungen und Qualitätskriterien, die auf Oberflächenbild und endgültiges Musterformat abgestimmt sind.
Technischer Inhalt von PHOENiX Sample · Aktualisiert im Oktober 2026
Relevante technische Referenzen: ISO/CIE 11664-6:2022 — CIEDE2000. Die Referenzlinks dienen nur dem fachlichen Kontext und stellen keine Zertifizierung oder Konformität dar.
Farbe ist mehr als ein Name, ein Code oder eine Bildschirmvorschau. In einem professionellen Musterprogramm wird das gewünschte Erscheinungsbild im Zusammenhang mit der freigegebenen physischen Referenz, der Oberfläche, der Beleuchtung und der vorgesehenen Anwendungbetrachtet. Unterschiede in Glanz, Trägermaterial oder Struktur können die wahrgenommene Übereinstimmung beeinflussen – selbst bei ähnlichen numerischen Farbwerten.
Bei PHOENiX Samplewird Farbqualität über die gesamte Entwicklung professioneller Farbfächer, Farbtonkarten und beschichteter Muster hinweg berücksichtigt. Ziel ist eine übersichtlich präsentierte und überprüfbare Musterkollektion auf Grundlage der vereinbarten Kundenreferenz und projektspezifischer Abnahmekriterien.
Ein physisches Urmuster, ein vom Kunden freigegebenes Muster oder eine eindeutig definierte Farbspezifikation legt fest, was das fertige Muster darstellen soll. Die Referenz sollte Zielfarbton, Oberflächenbild und relevante Eigenschaften von Träger oder Oberfläche benennen.
Ein digitales RGB-Bild allein ist in der Regel kein geeigneter Produktionsfarbstandard, da sein Erscheinungsbild von Bildschirm, Helligkeit und Farbprofilen abhängt.

Präzise Farbkommunikation beurteilt den gesamten visuellen Eindruck der Oberfläche, nicht nur einen einzelnen Messwert.
Bei geeigneten Anwendungen lassen sich Unterschiede messtechnisch durch CIELAB-Koordinaten und eine festgelegte ΔE-Berechnung ausdrücken. Methode und Toleranz müssen für das jeweilige Projekt vereinbart werden.
Farben, die unter einer Lichtquelle ähnlich wirken, können sich unter einer anderen unterscheiden. Definierte Betrachtungsbedingungen und gleichbleibende Beleuchtung sind daher wichtig.
Glanzgrad, Struktur und Gleichmäßigkeit beeinflussen die Farbwahrnehmung. Muster sollten bei vergleichbaren Oberflächeneigenschaften und Betrachtungsgeometrien beurteilt werden.
Papier oder andere Träger, die Deckung und der getrocknete Film beeinflussen das endgültige Erscheinungsbild. Diese Faktoren gehören in den Qualitätsplan.

Nach Freigabe der Referenz hängt die Produktionsqualität von der Beherrschung jener Faktoren ab, die das Aussehen des fertigen Musters beeinflussen. Je nach Projekt und Fertigungsverfahren werden dazu Beschichtungsvorbereitung, Auftragsgleichmäßigkeit, Trocknungsbedingungen, Trägerzustand und Handhabung überprüft.
Prüfungen können an relevanten Prozessschritten stattfinden, statt ausschließlich nach Zuschnitt und Montage. So lassen sich sichtbare Abweichungen früh erkennen und Kollektionen gleichmäßiger präsentieren.
Messgeräte, Prüfhäufigkeit, Kalibrierverfahren und Abnahmegrenzen werden im vereinbarten Fertigungs- und Qualitätsplan dokumentiert. Sie sind nicht automatisch für jedes Produkt identisch.
Ein praxisnaher Rahmen, um das Musterbild in der gesamten Produktion festzulegen und zu überprüfen.
Freigegebene Farb- und Oberflächenreferenz, Musterformat und Verwendungszweck bestätigen.
Betrachtungslicht, gegebenenfalls Messverfahren und projektspezifische Abnahmekriterien vereinbaren.
Beschichtete Versuchsmuster auf optische Übereinstimmung, Glanz, Filmbild und Trägereinflüsse prüfen.
Die freigegebene Zielvorgabe beziehungsweise das Urmuster für die Beurteilung der weiteren Produktion dokumentieren.
Relevante Fertigungsstufen nach dem vereinbarten Qualitätskonzept kontrollieren.
Endgültiges Erscheinungsbild, Reihenfolge, physische Beschaffenheit und Präsentationsqualität der montierten Muster überprüfen.
Unterschiedliche Formate erfordern unterschiedliche Prüfungen. Ein tragbarer Farbfächer, eine bestückte Farbtonkarte und ein Strukturmusterkatalog können dieselbe Farbreferenz verwenden, benötigen aber jeweils angepasste Präsentationskontrollen.
Delta E (ΔE) ist ein numerischer Farbabstand, der aus gemessenen Farbdaten mit einer festgelegten Farbabstandsformel berechnet wird. Formeln wie CIE76, CIE94, CMC und CIEDE2000 sind nicht austauschbar. Ein einzelner Wert lässt sich nur sinnvoll einordnen, wenn Methode und Beurteilungskontext bekannt sind.
Hilfreich für definierte, reproduzierbare Vergleiche, sofern Messaufbau, Probengeometrie, Beleuchtungsannahmen und Formel geeignet sind.
Weiterhin wichtig für Oberflächencharakter, Glanz, Struktur und Gesamteindruck unter vereinbarten Betrachtungsbedingungen.
Es wird keine allgemeingültige ΔE-Toleranz zugesichert. Grenzwerte, Messgeometrie und Prüfhäufigkeit werden anhand der freigegebenen Projektspezifikation und der Fertigungsmöglichkeiten festgelegt.
Ein niedrigerer Wert bedeutet unter der gewählten Formel und den festgelegten Bedingungen einen kleineren berechneten Farbabstand. Er beschreibt jedoch weder Glanz noch Struktur oder sämtliche Aspekte der visuellen Wahrnehmung. Die geeignete Abnahmegrenze hängt von der Anwendung ab.
Ein Bildschirmbild kann eine Farbidee vermitteln, sein Erscheinungsbild variiert jedoch mit Gerät und Einstellungen. Für die Produktionsfreigabe ist eine physische Referenz oder eine gemeinsam vereinbarte Farbspezifikation vorzuziehen.
Unterschiede im spektralen Reflexionsverhalten können zu Metamerie führen: Muster stimmen unter einer Lichtart überein, unter einer anderen jedoch nicht. Deshalb sollten die Betrachtungsbedingungen festgelegt werden.
Nein. Professionelle Muster können mit eigens für die Präsentation entwickelten Beschichtungen hergestellt werden. Eine optische oder stoffliche Gleichwertigkeit muss ausdrücklich für das Projekt definiert werden.
Eine freigegebene Farbreferenz, das gewünschte Oberflächenbild, Träger oder Musterformat, gegebenenfalls bekannte Betrachtungsanforderungen, die Stückzahl sowie definierte Toleranzen oder Prüfverfahren.
Teilen Sie uns Ihre freigegebenen Farbstandards, Oberflächenanforderungen und das gewünschte Präsentationsformat mit. Unser Team bespricht mit Ihnen die Anforderungen Ihres individuellen Musterprojekts.
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